Businessplan für
Imbiss erstellen

Wer einen Imbiss eröffnen oder einen KfW-Kredit beantragen möchte, braucht mehr als eine gute Rezeptidee. Er braucht einen Businessplan, der Banken und Fördereinrichtungen überzeugt. Hier finden Sie alle Bausteine, die Sie dafür benötigen: strukturiert, praxisnah und vollständig auf das Imbissgewerbe zugeschnitten.

Der Imbissmarkt ist Teil der deutschen Gastronomie, die insgesamt eine der größten Dienstleistungsbranchen des Landes darstellt. Für Ihren Businessplan sind folgende Kennzahlen relevant:

Branchenüberblick

& Trends 2024/2026

Zahlen und Fakten zur Imbissbranche in Deutschland

  • Anzahl der Imbissbetriebe: In Deutschland gibt es rund 34.000 Imbissstuben und Imbisshallen. Imbisse sind besonders in Großstädten stark vertreten. (Quelle: krauss-gmbh.com, 2024)
  • Systemgastronomie als Benchmark: Die Top-100-Anbieter erwirtschafteten 2024 mit 20.754 Betrieben einen Nettoumsatz von 17,36 Milliarden Euro. (Quelle: handelsdaten.de, 2025)
  • Kostenstruktur: Ein stationärer Imbiss mit Fixkosten von rund 12.400 Euro monatlich muss mindestens 477 Euro Tagesumsatz erzielen. Die Nettogewinnmarge liegt bei 15 bis 30 Prozent. (Quelle: gastroinsider.de, 2026)

Diese Zahlen verdeutlichen: Der Imbissmarkt ist volumenstark, aber kein Selbstläufer. Wer rentabel arbeiten will, braucht eine kluge Standortwahl, ein differenziertes Angebot und strenge Kostendisziplin.

Aktuelle Branchentrends und ihre Bedeutung für den Businessplan:

  • Nachhaltigkeit und regionale Zutaten als Wettbewerbsvorteil: Konsumenten achten 2026 stärker denn je darauf, woher Zutaten kommen und wie Verpackungen entsorgt werden. Im Businessplan sollten Sie beschreiben, welche nachhaltigen Maßnahmen Sie konkret umsetzen. (Quelle: buddystar.de, 2026)

  • Spezialisierung und Nischenkonzepte statt Universalangebot: Erfolgreiche Neugründungen setzen auf klare Spezialisierung, zum Beispiel handgemachte Burger, authentische Falafel oder Banh-Mi-Sandwiches. Im Businessplan überzeugt eine klare Positionierung mehr als eine vage Angebotsbreite.

  • Digitale Bestellung und Lieferdienst-Integration: Take-away und Lieferservice sind kein Add-on mehr, sondern zentrale Umsatzkanäle. Provisionskosten der Plattformen (20 bis 30 Prozent je Bestellung) müssen in der Kalkulation berücksichtigt werden. (Quelle: natur-strohhalme.com, 2025)

  • Gesundheitsbewusstsein und Plant-based-Optionen: Imbisse, die mindestens eine hochwertige pflanzliche Option anbieten, erschließen eine breitere Zielgruppe.

Der Businessplan im Aufbau
Kapitel für Kapitel

Die Executive Summary ist das Erste, was Ihr Bankberater liest, und oft der Abschnitt, der besonders intensiv geprüft wird, bevor entschieden wird, ob das Gespräch vertieft wird. Sie ist keine Einleitung, sondern eine komprimierte Darstellung aller wesentlichen Fakten. Schreiben Sie diesen Abschnitt zuletzt, obwohl er an erster Stelle steht.

  • Name, Standort und geplantes Eröffnungsdatum des Imbisses
  • Konzeptbeschreibung in zwei bis drei Sätzen: Was verkaufen Sie, an wen und warum kaufen Kunden bei Ihnen?
  • Alleinstellungsmerkmal in einem prägnanten Satz
  • Geplante Umsatzziele für Jahr 1 und Jahr 3
  • Gesamtkapitalbedarf und Eigenkapitalanteil
  • Gewünschte Kredithöhe und Förderprogramm
  • Rechtsform und Name der Gründerin oder des Gründers

💡 Hinweis: Die Executive Summary sollte maximal eine DIN-A4-Seite lang sein. Vermeiden Sie Marketingsprache. Bankberater schätzen Klarheit und Zahlen.

Dieser Abschnitt ist Ihr kulinarisches und unternehmerisches Aushängeschild. Er beantwortet die Frage: Was macht Ihren Imbiss besonders und warum wird er Kunden nachhaltig anziehen? Seien Sie hier so konkret wie möglich. „Günstig und lecker“ ist kein Konzept. „Handgemachte Falafel-Wraps mit regionalen Zutaten, serviert in recycelbaren Verpackungen, im Preissegment von 7 bis 11 Euro“ ist deutlich aussagekräftiger.

  • Produktportfolio: Kerngericht, Beilagen, Getränke und saisonale Sonderangebote
  • Preisstruktur und Positionierung: Einstiegs-, Mittel- oder Premiumsegment
  • Eingesetzte Zutaten und Lieferanten, zum Beispiel regional, bio oder zertifiziert
  • Prozess der Speisenzubereitung: Welche Schritte erfolgen frisch vor Ort, was wird vorproduziert?
  • To-go-Konzept und mögliche Sitzplätze innen oder außen
  • Öffnungszeiten und saisonale Anpassungen
  • Differenzierungsmerkmale: Was unterscheidet Sie konkret von den drei nächsten Wettbewerbern?

Imbisse leben von Laufkundschaft, Stammkunden und Weiterempfehlungen. Dennoch brauchen Sie in der Gründungsphase aktive Maßnahmen, um schnell bekannt zu werden und eine erste Stammkundenbasis aufzubauen. Gleichzeitig ist die Personalfrage gerade in der Gastronomie einer der häufigsten Engpässe bei Wachstumsvorhaben.

  • Google-Unternehmensprofil: vollständig ausgefüllt mit Fotos, Speisekarte und Öffnungszeiten
  • Instagram und TikTok: Food-Fotos und kurze Videos der Zubereitung als organisches Marketing
  • Bewertungsmanagement auf Google und Tripadvisor: aktiv auf Rezensionen antworten
  • Eröffnungsangebot und Aktionswochen: Kostproben, Rabatt auf die erste Bestellung oder Kooperationen mit lokalen Unternehmen
  • Integration in Lieferplattformen wie Lieferando, Uber Eats oder Wolt, mit klarem Blick auf Provisionskosten
  • Eventmarketing: Street-Food-Märkte, Firmenessen und Catering für lokale Veranstaltungen als Ergänzungskanäle
  • Personalgewinnung: Stellenanzeigen auf Indeed, bei der Agentur für Arbeit und Kooperationen mit Berufsschulen
  • Arbeitgeberattraktivität: faire Löhne, geregelte Arbeitszeiten und gutes Betriebsklima

Imbisse sind häufig ein Sofortzahlungsgewerbe: Der Umsatz fließt unmittelbar ein. Das ist ein Liquiditätsvorteil gegenüber B2B-Branchen mit langen Zahlungszielen. Gleichzeitig entstehen feste Kosten täglich. Miete, Personal und Wareneinsatz laufen unabhängig vom Umsatz. Ein klares Bild über den monatlichen Geldfluss ist deshalb unverzichtbar.

  • Zahlungsabwicklung: Bar- und Kartenzahlung täglich; Kontaktloszahlung und QR-Code-Bezahlung als Standard
  • TSE-konforme Registrierkasse: Bei Nutzung eines elektronischen Kassensystems ist auf TSE-Konformität und Belegausgabepflicht zu achten
  • Wareneinsatz: typischerweise 25 bis 40 Prozent vom Nettoumsatz, je nach Konzept und Preissegment
  • Lieferantenrechnungen: Zahlungsziel von 7 bis 14 Tagen bei Lebensmittelgroßhändlern üblich
  • Umsatzsteuer: Speisen zum Mitnehmen werden mit 7 Prozent versteuert, Verzehr vor Ort mit 19 Prozent. Stand 2026. Prüfen Sie stets die aktuelle Rechtslage
  • Personalkosten: wöchentlich oder monatlich fällig; Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung einplanen
  • Privatentnahme des Inhabers als festen Posten im Liquiditätsplan ausweisen

Im Imbissgewerbe ist keine spezifische Ausbildung gesetzlich vorgeschrieben. Das bedeutet aber nicht, dass das Gründerprofil unwichtig wäre. Kreditgeber wollen wissen, warum gerade Sie in der Lage sind, diesen Betrieb erfolgreich zu führen. Gastronomieerfahrung, kaufmännische Kenntnisse und ein glaubwürdiges persönliches Auftreten sind entscheidende Faktoren.

  • Name, Ausbildung und beruflicher Werdegang des Gründers oder der Gründerin
  • Gastronomische Erfahrung: Stationen als Angestellter, eigene Kocherfahrung oder Hospitationen
  • Kaufmännische Kompetenzen: Buchhaltungskenntnisse, Erfahrung in der Personalführung und Kalkulationssicherheit
  • Wahl der Rechtsform: Einzelunternehmen als häufigste Wahl für Einzelgründer, GbR bei mehreren Partnern, UG oder GmbH mit jeweiliger Begründung
  • Geplante Mitarbeiterzahl zum Start, Stundenmodell und Aufgabenverteilung
  • Rolle des Inhabers im Tagesbetrieb, zum Beispiel vollzeitig am Tresen oder in übergreifender Funktion
  • Langfristige Personalstrategie: Wann wird die erste Vollzeitkraft eingestellt?

💡 Hinweis: Legen Sie Zeugnisse, Beschäftigungsnachweise und Qualifikationsdokumente als Anhang bei. Fehlende Nachweise führen in der Bankprüfung häufig zu Verzögerungen.

Im Imbissgewerbe ist der Standort der wichtigste Einzelfaktor für den Erfolg. Hohe Passantenfrequenz, gute Sichtbarkeit, ausreichend Gehwegfläche und die Akzeptanz des Nutzungskonzepts durch das zuständige Ordnungsamt sind Grundvoraussetzungen. Analysieren Sie Ihren Standort daher gründlich und dokumentieren Sie diese Analyse im Businessplan.

  • Lage und Adresse: Innenstadt, Einkaufsstraße, Bahnhofsnähe, Gewerbegebiet oder Markthalle
  • Fußgängerfrequenz: Zählungen, Vergleichswerte und eigene Beobachtungen zu Stoßzeiten
  • Einzugsgebiet: Welche Zielgruppen passieren Ihren Standort? Berufspendler, Studenten, Familien oder Touristen?
  • Anzahl und Analyse der direkten Wettbewerber im Umkreis von 300 bis 500 Metern
  • Preisvergleich der Wettbewerber: Welche Preise werden verlangt und welches Angebot gibt es?
  • Online-Präsenz und Lieferradius als Ergänzung zum Standort
  • Wachstumspotenzial: Liegt der Standort in einem aufstrebenden Viertel oder in einem gesättigten Marktumfeld?

Bevor der erste Burger gebraten wird, müssen Räume gefunden, genehmigt und ausgestattet sein. Der Zeitraum von der Konzeptidee bis zur Eröffnung beträgt bei Imbissen häufig drei bis sechs Monate. Planen Sie diesen Zeitraum realistisch ein.

  • Zeitstrahl: Businessplan, Standortwahl, Gewerbeanmeldung, Umbau, Genehmigungen und Eröffnung
  • Flächenbedarf: Verkaufsfläche, Zubereitungsbereich, Lager, Kühlraum und Sanitärbereich
  • Großküchenausstattung: Fritteuse, Grillplatte, Dampfgarer, Bain-Marie, Kühltheke und Tiefkühlschrank
  • Kassentechnik: TSE-konformes Kassensystem mit Bondrucker und Kartenterminal
  • Lüftungsanlage und Fettabscheider: gesetzlich relevant und in der Planung häufig unterschätzt
  • Erstlagerbestand: Zutaten, Verpackungsmaterial und Reinigungsmittel
  • Infrastrukturanforderungen: Trinkwasseranschluss, Abwasser und Stromanschluss für Gewerbegeräte

💡 Hinweis: Lüftungsanlage und Fettabscheider sind in vielen Imbisskonzepten zentrale Genehmigungspunkte. Planen Sie hierfür ausreichend Zeit und Budget ein.

Der Finanzplan ist das Herzstück Ihres Businessplans. Er übersetzt alle konzeptionellen Überlegungen in belastbare Zahlen. Für Banken und Fördereinrichtungen ist er die wichtigste Entscheidungsgrundlage. Wichtig ist, dass alle Annahmen im Finanzplan durch die vorherigen Kapitel begründet sind.

  • Investitionsplan: Aufschlüsselung aller Gründungskosten, zum Beispiel Umbau, Ausstattung, Kaution, Erstlager und Genehmigungsgebühren
  • Kapitalbedarfsplan: Gegenüberstellung von Eigenkapital, KfW-Kredit, Bankdarlehen und Fördermitteln
  • Umsatzplanung: Kunden pro Tag mal Durchschnittsbon mal Öffnungstage, in drei Szenarien: konservativ, realistisch und optimistisch
  • Kostenplan: Wareneinsatz, Personalkosten, Miete, Energie, Versicherungen, Steuerberatung, Marketing und Lieferplattform-Provisionen
  • Liquiditätsplan: Monatliche Ein- und Ausgaben für die ersten 12 bis 18 Monate
  • Ergebnisplanung: Jahresüberschuss oder Verlust für Jahr 1, 3 und 5
  • Break-even-Analyse: Ab welchem Tagesumsatz decken Sie alle Fixkosten?

Ein realistischer stationärer Imbiss mit einem Mitarbeiter neben dem Inhaber erreicht den Break-even häufig zwischen Monat 6 und Monat 14, abhängig von Mietkostenniveau und Standortfrequenz.

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SWOT für den Imbiss

SWOT-fuer-Businessplan-fuer-Imbiss

Kurz, ehrlich, handlungsleitend.

Stärken
  • Inhabergeführtes Konzept mit direktem Kundenkontakt und hoher Flexibilität
  • Klares, spezialisiertes Produktportfolio mit Wiedererkennungswert
  • Niedrige Einstiegsschwelle: kein Meisterzwang ermöglicht schnelle Umsetzung
  • Sofortiger Zahlungseingang im Tagesgeschäft sichert die kurzfristige Liquidität
Schwächen
  • Hohe persönliche Arbeitsbelastung des Inhabers in der Anlaufphase
  • Starke Abhängigkeit vom Standort: Schlechte Frequenz ist kaum kompensierbar
  • Begrenzte Marge durch hohen Wareneinsatz und steigende Rohstoffpreise
Chancen
  • Wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein der Verbraucher eröffnet Möglichkeiten zur Premiumpositionierung
  • Expansion des Liefermarkts ermöglicht Umsatzwachstum ohne zusätzliche Ladenöffnungszeiten
  • Street-Food-Märkte und Eventcatering als saisonale Umsatzbringer
  • Schließungen von Mitbewerbern durch Kostendruck schaffen Marktanteile für gut aufgestellte Betriebe
Risiken
  • Anhaltend hohe Energie- und Lebensmittelpreise belasten die Kalkulation strukturell
  • Starker Wettbewerb durch Systemgastronomie und Lieferküchen in der Nähe des Standorts
  • Personalengpässe in der Gastronomiebranche erschweren Besetzung und erhöhen Lohnkosten
  • Änderungen der Mehrwertsteuerregelung für Außer-Haus-Verpflegung als regulatorisches Risiko
  • Abhängigkeit von Bewertungsplattformen: Eine schlechte Bewertungswelle kann die Reputation nachhaltig beschädigen

Förderungen, Zuschüsse

& Finanzierung

Typische Fördermöglichkeiten

KfW-Gründerkredit StartGeld

Für Gründer in den ersten fünf Jahren der Selbstständigkeit. Kredite bis zu 125.000 Euro mit attraktiven Konditionen und einer Haftungsfreistellung der Hausbank von 80 Prozent. Antrag über die Hausbank, die ihn an die KfW weiterleitet. Voraussetzung: überzeugender Businessplan.

Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit

Für Gründer aus der Arbeitslosigkeit mit mindestens 150 Tagen Restanspruch auf ALG I. Erste Förderphase: bisheriges ALG-I-Niveau plus 300 Euro monatlich für sechs Monate. Antrag bei der Agentur für Arbeit. Voraussetzung: vollständiger Businessplan mit Tragfähigkeitsbescheinigung (z. B. IHK).

BAFA-Förderung für Unternehmensberatung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert Beratungsleistungen für Gründer und junge Unternehmen. Bis zu 3.500 Euro Zuschuss bei anerkannten Unternehmensberatungen. Besonders empfehlenswert zur professionellen Begleitung bei Businessplan und Kalkulation. Antrag beim BAFA.

Mikrokreditfonds Deutschland

Für Imbiss-Gründer ohne klassischen Bankkredit: Kleinkredite bis 25.000 Euro. Ideal für Konzepte mit überschaubarem Investitionsbedarf, etwa ein kleinerer Imbissstand oder ein Food-Truck-Vorhaben. Beantragung über zugelassene Mikrofinanzinstitute.

Bürgschaftsbanken der Länder

Wenn die Hausbank den Kredit aufgrund fehlender Sicherheiten ablehnt, können Bürgschaftsbanken bis zu 80 Prozent des Kreditbetrags verbürgen. Jedes Bundesland verfügt über eine eigene Bürgschaftsbank. Antrag direkt oder über die Hausbank. Besonders hilfreich für Gründer ohne Immobiliensicherheiten.

Regionale Förderprogramme und Existenzgründerprämien

Viele Bundesländer und Kommunen bieten eigene Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für Existenzgründer in der Gastronomie an. Informieren Sie sich bei Ihrer IHK, der Wirtschaftsförderung Ihrer Stadt oder dem zuständigen Gründerzentrum über aktuelle Programme in Ihrer Region.

 

Digitale Rahmenbedingungen

Ein moderner Imbiss kommt ohne digitale Infrastruktur kaum aus. Die folgenden Werkzeuge und Anforderungen sollten im Businessplan und im Finanzplan berücksichtigt werden.

TSE-konformes Kassensystem: Wenn Sie ein elektronisches Kassensystem einsetzen, muss dieses den Anforderungen an die technische Sicherheitseinrichtung (TSE) entsprechen. Ein nicht zertifiziertes System kann bei Betriebsprüfungen zu Nachkalkulationen und erheblichen Steuernachforderungen führen. Planen Sie beim Kassenkauf ausdrücklich TSE-Konformität und regelmäßige Softwareupdates ein.

Lieferdienst-Plattformen und eigenes Bestellsystem: Die Integration in Lieferando, Uber Eats oder Wolt ist für viele Imbisse ein relevanter Umsatzkanal. Die Provisionen liegen je nach Plattform zwischen 15 und 30 Prozent pro Bestellung. Dieser Posten muss in der Kalkulation ausdrücklich ausgewiesen werden. Wer langfristig Provisionskosten senken möchte, kann ein eigenes Online-Bestellsystem einrichten, zum Beispiel über Anbieter wie Orderbird, Flipdish oder RestoIN.

Google-Unternehmensprofil und Bewertungsmanagement: Für standortbasierte Imbisse ist das Google-Unternehmensprofil ein wichtiger digitaler Kontaktpunkt. Vollständige Informationen, aktuelle Öffnungszeiten, Fotos der Speisen und konsequente Reaktionen auf Bewertungen sind keine Kür, sondern geschäftsnotwendig.

Warenwirtschaft und Lagerhaltungssoftware: Gerade bei verderblichen Lebensmitteln ist eine strukturierte Lagerhaltung entscheidend für die Kosteneffizienz. Einfache Warenwirtschaftslösungen helfen dabei, Überbestellungen zu vermeiden und den Wareneinsatz zu kontrollieren.

HACCP-Dokumentationssystem: Das HACCP-System ist EU-weit für alle Lebensmittelbetriebe verpflichtend. Es dokumentiert alle kritischen Punkte in der Lebensmittelzubereitung und Lagerung. Digitale HACCP-Tools erleichtern die tägliche Dokumentation erheblich und bereiten Sie auf Kontrollen durch das Gesundheitsamt vor.

Rechtliche & formale
Voraussetzungen (must-have)

Für den Imbiss gibt es einige wichtige rechtliche Rahmenbedingungen, die Sie von Anfang an berücksichtigen sollten. Diese Punkte sind gut planbar und lassen sich Schritt für Schritt umsetzen.

Gewerbeanmeldung:

Jeder Imbiss ist ein Gewerbe und muss beim Gewerbeamt der Stadt oder Gemeinde angemeldet werden. Für die Anmeldung benötigen Sie einen Personalausweis oder Reisepass sowie, sofern Sie Speisen und Getränke anbieten, gegebenenfalls eine Gaststättenkonzession. Die Anmeldung löst häufig automatisch die Benachrichtigung an das Finanzamt und die Berufsgenossenschaft aus. In vielen Städten ist die Anmeldung heute auch online möglich.

Gaststättenerlaubnis & Infektionsschutzgesetz:

Wer in seinem Imbiss alkoholische Getränke ausschenkt, benötigt eine Gaststättenkonzession gemäß den landesrechtlichen Gaststättengesetzen. Für reine Speisenangebote ohne Alkohol ist in den meisten Bundesländern keine gesonderte Erlaubnis erforderlich. Alle Personen, die gewerblich mit Lebensmitteln umgehen, müssen vor Betriebsaufnahme eine Belehrung nach § 43 des Infektionsschutzgesetzes absolvieren. Diese Belehrung erfolgt in der Regel beim Gesundheitsamt und gilt für den Inhaber ebenso wie für alle Mitarbeiter. Quelle: gruenderplattform.de

HACCP-Pflicht, Baurecht & steuerliche Anmeldung:

Imbisse als Lebensmittelbetriebe unterliegen der EU-Lebensmittelhygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004 und sind zur Einführung und Dokumentation eines HACCP-Konzepts verpflichtet. Das Gesundheitsamt prüft die HACCP-Dokumentation sowohl bei der Eröffnung als auch im laufenden Betrieb. Für den Umbau von Gewerberäumen zu einem Imbiss sind häufig baurechtliche Genehmigungen erforderlich. Besonders wichtig: Lüftungsanlage und Fettabscheider werden vom Bauamt und Gesundheitsamt vor der Eröffnung geprüft. Nach der Gewerbeanmeldung sendet das Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Für Imbisse ist die korrekte umsatzsteuerliche Behandlung besonders relevant: Speisen zum Mitnehmen werden mit 7 Prozent versteuert, Speisen zum Verzehr vor Ort dagegen mit 19 Prozent. Quelle: hellogast.com, gruenderplattform.de

Mit diesen klaren Rahmenbedingungen schaffen Sie eine solide Basis für Ihren Imbiss. Schritt für Schritt umgesetzt, sind sie kein Hindernis, sondern ein wichtiger Teil Ihres professionellen Auftritts gegenüber Kreditgebern und Behörden.

Businessplan-Muster & Checkliste

Häufige Fehler & wie

Sie sie vermeiden

Fehler 1: Umsatzprognose ohne Grundlage

Viele Businesspläne nennen Monatsumsätze von 15.000 oder 20.000 Euro, ohne zu erklären, wie diese zustande kommen. Bankberater erkennen das sofort.

👉 Tipp: Rechnen Sie von unten: Kundenzahl pro Tag mal Durchschnittsbon mal Öffnungstage. Planen Sie in den Monaten 1 bis 3 mit maximal 40 bis 50 Prozent der angestrebten Kapazität.

Fehler 2: Wareneinsatz zu niedrig kalkuliert

Gründer ohne Gastronomieerfahrung unterschätzen den Wareneinsatz. Auch schlechte Einkaufskonditionen und Schwund durch Verderb werden oft ignoriert.

👉 Tipp: Kalkulieren Sie mit einem Wareneinsatz von 28 bis 38 Prozent des Nettoumsatzes als realistische Grundlage, je nach Produktsortiment.

Fehler 3: Lieferplattform-Provisionen nicht eingerechnet

Wer Lieferando oder Uber Eats in den Businessplan aufnimmt, aber die Provision von 20 bis 30 Prozent nicht in der Kalkulation berücksichtigt, verzerrt seine Rentabilitätsrechnung erheblich.

👉 Tipp: Führen Sie im Finanzplan einen eigenen Kostenblock „Plattformprovisionen" auf und berechnen Sie die Marge pro Lieferbestellung separat.

Fehler 4: Kein Puffer für die Genehmigungsphase

Lüftungsanlage, Fettabscheider und Gesundheitsamt-Abnahme brauchen Zeit. Wer mit einem Eröffnungsmonat plant, der sich um fünf Wochen verzögert, verliert Eigenkapital ohne Einnahmen.

👉 Tipp: Planen Sie mindestens zwei Monate zwischen Mietbeginn und Eröffnung als Puffer und sichern Sie diese Phase über Ihre Betriebsmittelreserve ab.

Wie Business Plan Deutschland.de

Ihren Businessplan erstellt

Wir erstellen Ihren Businessplan nicht nur – wir bauen ihn gemeinsam mit Ihnen auf Basis Ihrer Vision, Ihrer Region und Ihrer Ziele. Unser Ansatz ist praxisnah, förderfähig und individuell.

01

Erstgespräch & Zielerklärung

Wir analysieren Ihre Gründungsidee, Ihren Standort und Ihre Zielgruppe.

02

Positionierung & Leistungsportfolio

Wir formulieren Ihr Angebot verständlich und überzeugend.

03

Finanzplanung & Förderstrategie

Gründungskosten & Investitionen, Umsatzplanung, Gewinn- und Verlustrechnung, Liquiditäts- und Rentabilitätsplanung inkl. Fördermittel-Integration.

04

Marketing & Personalstrategie

Positionierung, Kundengewinnung & Fachkräfte-Recruiting.

05

Finalisierung & fachkundige Stellungnahme

Auf Wunsch inkl. Dokumente für Banken, Förderstellen und Behörden.

Starten Sie jetzt mit einem Businessplan, der überzeugt – bei Investoren, Banken und Fördergebern.

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Häufige Fragen

Nein. Im Gegensatz zum Friseur- oder Bäckerhandwerk ist das Imbissgewerbe in Deutschland kein zulassungspflichtiges Handwerk. Jede geschäftsfähige Person darf grundsätzlich einen Imbiss eröffnen, unabhängig von Schulabschluss oder Berufsausbildung. Allerdings ist die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz für alle Personen verpflichtend, die mit Lebensmitteln umgehen. Gastronomische Erfahrung ist zwar keine gesetzliche Pflicht, aber in der Praxis ein wichtiger Erfolgsfaktor und für Kreditgeber ein Pluspunkt.

Die Kernunterlagen für einen stationären Imbiss sind: Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt, Belehrung nach § 43 IfSG, Abnahme durch das Gesundheitsamt sowie je nach Standort weitere Genehmigungen, etwa zu Lüftung, Lärm oder Nutzung. Wer Alkohol ausschenken möchte, benötigt zusätzlich eine Gaststättenkonzession. Für mobile Imbisse ist häufig eine Reisegewerbekarte erforderlich. Informieren Sie sich bei Ihrem lokalen Gewerbeamt, welche Anforderungen in Ihrer Gemeinde gelten.

Für den KfW-Gründerkredit StartGeld benötigen Sie in der Regel einen vollständigen Businessplan mit Finanzplan und Umsatzprognose, eine Selbstauskunft, Kontoauszüge der letzten drei Monate, eine Aufstellung der geplanten Investitionen sowie gegebenenfalls den Mietvertrag oder eine Absichtserklärung. Den Antrag stellen Sie nicht direkt bei der KfW, sondern über Ihre Hausbank. Diese leitet ihn an die KfW weiter und trägt die Verantwortung für die Kreditentscheidung.

Die Gründungskosten variieren stark je nach Standort, Konzept und Zustand der Räumlichkeiten. Als grobe Orientierung gilt: Ein kleiner stationärer Imbiss mit eigener Küche erfordert typischerweise zwischen 30.000 und 80.000 Euro Anfangsinvestition, etwa für Umbau, Großküchenausstattung, Kassensystem, Lüftungsanlage, Erstlager und eine Betriebsmittelreserve für die ersten Monate. Ein Foodtruck oder ein kleinerer Imbissstand kann mit geringerem Kapitalbedarf starten.

Das hängt davon ab, ob Ihre Kunden die Speisen mitnehmen oder vor Ort essen. Speisen zum Mitnehmen (To-go) unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent. Der Verzehr an Tischen oder Stehtischen in Ihrem Imbiss unterliegt dagegen dem Regelsteuersatz von 19 Prozent. Diese Unterscheidung muss im Kassensystem korrekt abgebildet sein. Bei gemischten Angeboten ist die Abstimmung mit Ihrer Steuerberatung besonders wichtig.

REVIEWS & TESTIMONIALS

Was unsere Kunden sagen

über unsere Dienstleistungen

Auszug: Beratungs- und
Businessplan-Projekte

„BusinessplanDeutschland hat uns mit einem professionellen, überzeugenden Businessplan unterstützt, der unsere Vision klar kommuniziert hat. Dank ihrer Expertise haben wir erfolgreich bei „Die Höhle der Löwen“ einen Deal erhalten. Die Zusammenarbeit war entscheidend für unseren Erfolg – absolut empfehlenswert!“

„Als wir uns entschieden haben, unseren Traum von einem innovativen Küchenprodukt in die Tat umzusetzen, wussten wir, dass der Schlüssel zum Erfolg in einem professionellen Businessplan lag. Auf unserer Suche nach einem verlässlichen Partner, der uns nicht nur bei der Erstellung unterstützt, sondern auch unsere Vision versteht, sind wir auf  BusinessplanDeutschland gestoßen. Und was soll ich sagen?

 

Die Entscheidung, mit ihnen zusammenzuarbeiten, war absolut richtig! Bereits von Anfang an beeindruckte uns das Team mit seiner strukturierten und kreativen Herangehensweise. Unsere Idee, mit dem praktischen Topfdeckelhalter namens „topfi“ den Markt zu durchdringen, wurde von ihnen mit größtem Engagement unterstützt.

 

Die Ausgangslage, die in einem Urlaub bei einem Buffet entstanden war, wurde von den Experten der BPD sofort verstanden und mit professionellem Feingefühl in einen überzeugenden Businessplan integriert.“

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Wir sind dankbar und können die Zusammenarbeit nur wärmstens empfehlen. Wer einen Businessplan benötigt, der nicht nur Fakten liefert, sondern auch das Herzstück einer Idee spürbar macht, ist bei BPD bestens aufgehoben!“

So sprechen die
Medien über uns

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